erstes Parklet Stuttgart

Stuttgarts erstes Parklet

Allgemein 30. November 2015

Es ist der 28. September, eine knappe Woche nach dem weltweiten Park(ing) Day, da taucht auf einem Parkplatz im Stuttgarter Westen eine Installation auf. Genauer gesagt handelt es sich um Stuttgarts erstes Parklet.

Als Parklet bezeichnet man die Erweiterung des Bürgersteigs, welche anstelle von Parkplatzflächen mehr Raum für Menschen schafft.

Die temporär errichtete Oase will, wie der Park(ing) Day, eine Diskussion über den öffentlichen Raum in der Stadt anstoßen. Für Autofahrer ist es ein Leichtes sich eine Anwohner-Parkkarte zu besorgen. Freie Parkplätze sind sehr gefragt, dennoch ist dieses Prinzip nicht demokratisch.


Sollten nur Autobesitzer ein Anrecht haben auf den öffentlichen Straßenraum? Immerhin steht ein Auto mehrheitlich geparkt an Ort und Stelle. Parklets haben sich in verschiedenen Städten als erfolgreiches Instrument zur Verkehrsberuhigung und Aufwertung des öffentlichen Raumes bewiesen.

Vorreiter dabei ist San Francisco, wo Parklets kaum mehr aus dem Stadtbild wegzudenken sind.

Das stadtplanerische Potential von Stuttgart ist enorm: Der Straßenraum ist breit angelegt, Platz genug also für alle. Doch nicht nur im dicht besiedelten Stuttgarter Westen säumen hauptsächlich Autos die Bürgersteige. Kaum je steht da ein Baum oder eine Sitzbank.

Das Parklet wurde mittlerweile abgebaut. Zu hoffen ist, dass es zukünftig mehr dieser Projekte im Stuttgarter Stadtbild gibt, die dauerhaft die Stadt lebenswerter machen.

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